Spielregeln Pool Billard – Allgemein

Spielregeln Pool Billard – Allgemein 
Die allgemeinen Pool-Billard-Spielregeln

Begriffserklärung

Die weiße Kugel ist die Spielkugel, die Farbigen werden Objektkugeln genannt. 
In den vier Ecken des Tisches und jeweils in der Mitte der beiden langen Seiten sind die sogenannten Taschen.
Der Stock, mit dem gespielt wird, heißt Queue, Billardqueue, Billardstock oder auch Cue.
Die Verlängerung wird Hilfsqueue genannt.
Das quadratische Stück, das an der Queuespitze aufgetragen wird, heißt Kreide. Sie ermöglicht eine optimale Haftung zwischen Kugel und Queuespitze, auch Pomeranze genannt.
Mit dem Dreieck werden die Billardkugeln vor Spielbeginn korrekt auf dem Tisch positioniert.
Die verschiedenen Billard-Spielarten, die am populärsten sind, heißen 8-Ball, 9-Ball und 10-Ball und 14.1 endlos. 

Ziel des Spiels

Die Objektkugeln müssen in die sechs Taschen befördert werden. Außer bei der Variante 9-Ball muss vorher angesagt werden, in welche Tasche die jeweilige Kugel fällt. Plumpst sie in eine andere, ist der Gegner an der Reihe. Bei 9-Ball können die Kugeln dagegen zufällig versenkt werden.
Der Sportler, der die schwarze 8 in die korrekte Tasche spielt, hat gewonnen.

Das Spiel

Wer anstoßen darf, wird entweder per Los entschieden oder ausgestoßen, wobei das Auslosen eher untypisch ist.
Für die letzte Variante spielen beide zur gleichen Zeit eine Kugel von der Kopflinie zur Fußbande und lassen sie zurücklaufen. Welche am dichtesten zur Kopflinie zurückkommt, darf den ersten Anstoß ausführen. Der Gegner hat den zweiten usw.
Der Spieler, der an der Reihe ist, muss mit seinem Stoß warten, bis sich keine Kugel mehr auf dem Tisch bewegt.
Die Aufstellung der Objektkugeln auf dem Billardtisch unterscheidet sich je nach Disziplin. Dabei werden nicht alle Kugeln bei jeder Spielart benutzt.

Foul
Einige Stöße werden als Foul gewertet, was zur Folge hat, dass der Gegner die Spielkugel nehmen und irgendwo auf der Spielfläche platzieren darf. Dieses Vorgehen wird auch „Ball-in-Hand“ genannt. Als Foul gilt wenn:
– die Spielkugel versenkt wird
– die Spielkugel ein zweites Mal berührt wird
– die Spielkugel bereits die Objektkugel berührt, während der Queue selbst noch Kontakt mit der Spielkugel hat
– die Spiel- oder eine der Objektkugeln vom Tisch fliegen
– weder Spiel- noch Objektkugeln getroffen werden
– eine gegnerische Objektkugel zuerst getroffen wird
– eine Objektkugel wird während des „Ball-in-Hand“ berührt
– die schwarze 8 vorzeitig getroffen wird
– nach dem Zusammenstoß zwischen Spiel- und Objektkugel, der sogenannten Karambolage, keine Kugel eine beliebige Bande anläuft
– keine Kugel versenkt wird
– eine Kugel nicht mit dem Queueleder, sondern etwas anderem berührt wird
– mindestens ein Fuß muss den Boden berühren, wenn der Stoß erfolgt
– unsportliches Verhalten eines Wettkämpfers, um die Konzentration des anderen zu stören